Doroslovo

12 Sterne-Kurier Nr. 63/April 2019

Liebe Betende für ein christliches Europa,
Nicht einmal mehr zwei Monate sind es bis zur Donauwallfahrt mit Erzbischof em. Robert Zollitsch, die uns auch in die donauschwäbischen Regionen der Batschka im heutigen Serbien führen. Eines unserer Ziele wird Doroslovo sein, unser neues Mitglied im Gebetsverbund „Maria, Mutter Europas“.

Arpad Verebélyi, der Wallfahrtsrektor von Doroslovo, schreibt uns: „Unser Bischof Dr. Pénzes hat Ihren Wunsch, einen zweiten Titel „Maria Mutter Europas“ füt gut geheißen. Er möchte ein Bild bzw. eine Marienstatue mit der Aufschrift „Maria Mutter Europas“ aufstellen“. Dank einer Stiftung von Frau Geissmann aus Wohlen, die bereits die Gottesmutter für Bärenthal-Gnadenweiler spendete, kann in Doroslovo eine Madonna aus dem frühen 18. Jahrhundert mit dem Ehrentitel „Maria Mutter Europas“ im neuen Gebetssaal in Doroslovo aufgestellt werden. Die Figur drückt durch die Haltung von Jesus und Maria nicht zuletzt die Zuneigung zwischen Ost- und Westeuropa aus. Sie wird derzeit im Kloster Engelthal für ihre Reise nach Serbien vorbereitet.

Der 13. Mai ist Wallfahrtstag zu „Maria Mutter Europas“

Im Gedenken an die erste Erscheinung der Gottesmutter von Fatima und an das Attentat auf den heiligen Papst Johannes Paul II. wird der 13. Mai zukünftig ein internationaler Gedenktag der Betenden für den christlichen Glauben in ganz Europa sein. Zuvor steht aber die Osterzeit an, zu der P. Notker dieses Jahr predigt:

In der Freude der Osternacht

In der hl. Schrift haben es Nächte in sich, große Geheimnisse geschehen im Dunkel der Nacht. Angefangen beim Auszug des Volkes Israel aus dem Sklavenhaus Ägypten bis hinein ins Neue Testament. In der hochheiligen Nacht, in der Christus geboren wurde im Stall zu Bethlehem als kleines Kind. Gott sieht uns an – Kindneu. Jetzt in der Osternacht halten wir ein wenig inne, hier in unserer Klosterkirche Engelhal, nachdem wir draußen im Klaustrum die Feuerweihe erlebt haben – tmd dann die Lichtliturgie mit dem Exultet, nachdem wir die beeindruckenden Lesungen gehört haben, nun einige wenige Worte der Freude und danach die Erneuerung unseres Taufversprechens in der Kraft des Wassers und schließlich die Einkehr des Auferstandenen Henn in der H1. Konımunion in unser Herz. Welch herrliche Nacht, die Nacht der Nächte, lasset die Posaune erschallen, preist den Sieger, den erhabenen König..Drei Frauen – die gleichen, die beim Kreuz namentlich genannt werden, können erst nach der strengen Sabbatnıhe Salben einkaufen. Als mit dem Sonnenuntergang der Sabbat aufhörte, war es zu spät, um ans Grab zugehen. Deswegen brechen sie sehr früh am Sonntag-Morgen , am ersten Tag der Woche auf, um ans Grab zu eilen. Und wen treffen sie da: Einen Verkündigungs – Engel, der die Auferstehung Jesu am leeren Grab ins Wort bringt: Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten? – Können wir diese Frage des Engels auf tms beziehen – suchen wir Jesus, suchen wir IHN.7‘„Er ist auferstanden. Er ist nicht hier. Seht den Ort, wohin sie ihn gelegt hatten.“ Am Ostermorgen entdecken die Frauen in Jerusalem das leere Grab. Das weckt in ihnen noch nicht den Auferstehungsglauben. Erst die Begegnungen mit dem Auferstandenen begründen in der Urkirche den Osterglauben. Nicht der tote Stein, sondern der lebendige Jesus weckt diese Gntndüberzeugung. Der Auftrag des Engels bleibt wichtig: Berichtet den Jüngern und dem Petrus, was ihr erfahren habt. Dieser Auftrag bleibt auch für uns wichtig. Diesen Verkündigungsauftrag nehmen heute die Eltern in der Familie und die Kirchengemeinde insgesamt wahr. Niemand kann allein Christ sein. Wir sind auf das Hören der Osterbotschaft angewiesen.Unmittelbar auf das heutige Evangelium folgt ein Vers, der zugleich der Ausklang des gesamten Markus-Evangeliums ist: Da stürzten die Frauen aus dem Grab und flohen, denn Angst …hatte sie erfasst. Sie sagten aber niemanden etwas, denn sie fiirchteten sich.“ Im Entsetzen der Frauen spiegelt sich die gewaltige, überwältigende Botschaft: Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.

Auferstehung

Gesegnete Ostern!

Eine Überlieferung aus der Zeit noch vor Perestroika und Glasnost berichtet von folgender Begebenheit: Ein Sowjet hielt einst einen Vortrag: „GOTT existiert nicht!” Zuletzt fragt er die Anwesenden: „Noch eine Frage?” Ein mutiger alter Mann steht auf und ruft: „CHRISTOS WROSKRES!“ – „CHRISTUS ist auferstanden!“ – Der ganze Saal: „CHRISTOS WROSKRES!“.

In Jesus + Maria + Josef
Ihr/Euer P. Notker OSB