Die Wallfahrtskapelle Maria Mutter Europas

Mit dem Bau und der Weihe des Gotteshauses in Bärenthal-Gnadenweiler wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts gezielt ein Signum, ein Zeichen, gesetzt. Es soll in zweierlei Weise wirken:
- aus Gnade als Referenz auf die Rettung Noahs samt der Arche und die Auferstehung Christi und somit auf den Erhalt von Mensch und Natur
- als Fürbitte zur Erhaltung und zukünftigen Einigung Europas in seiner biblisch-christlichen Prägung
Christus als Mittler zwischen Gott und den Menschen bleibt dabei im Tabernakel allgegenwärtig. In diesen urchristlichen Heilsplan ist die gnadenreiche Muttergottes Maria eingebunden.
Maria, eine Europäerin?
Unmittelbar sichtbar wird diese Verbindung in der Europaflagge, deren 12 Sterne an die Offenbarung des Johannes angelehnt sind:
Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Off 12,1
Diese Bedeutung unterstreicht mehr denn je das Fest Maria Empfängnis am 8. Dezember. 1955 beschloss der Ministerrat an diesem Tag das Aussehen der jetzigen Flagge, nachdem einige alternative Entwürfe verworfen wurden. Nicht zuletzt aus diesem Entscheidungsprozess heraus sehen Christen in Verbindung mit der Offenbarung des Johannes eine durch Maria gestiftete Urheberschaft in der Konstitution Europas, die dadurch offen bleibt für ökumenische Impulse.
